Kerckhoff-Klinik

Herz-, Lungen-, Gefäß- und Rheumazentrum


Entwicklung der Klinik 

Bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts 
reicht die Geschichte der Kerckhoff-Klinik zurück. 

Es begann damit, dass der deutsch-amerikanische Unternehmer William G. Kerckhoff wegen eines Herzleidens regelmäßig den damals schon berühmten Kurort Bad Nauheim aufsuchte. Der wohlhabende Unternehmer wollte einen Stiftungsfonds zur Förderung der Herzforschung ins Leben rufen. Bevor er dieses Vorhaben verwirklichen konnte, erlag er zwar seinem Herzleiden, aber seine Ehefrau führte den Plan durch. Mit einer großzügigen Spende initiierte sie ab 1929 den Aufbau eines Herzforschungsinstituts in Bad Nauheim.

Erster Leiter der Forschungseinrichtung war der mit dem Ehepaar Kerckhoff eng befreundete Arzt Professor Dr. Franz Groedel. 
Groedel, der sowohl zu den Gründervätern der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie als auch des American College of Cardiology zählt, führte das Institut bis zu seiner Emigration in die USA im Jahre 1931 mit großem wissenschaftlichen Erfolg.

Im Jahr 1951 
übernahm die renommierte Max-Planck Gesellschaft die Leitung des William Kerckhoff Herzforschungsinstituts.

Im Jahr 1963 
gründete man in unmittelbarer Nähe des Kerckhoff Institutes die Kerckhoff- Klinik. 
Patienten konnten so schneller von den Errungenschaften der Forschung profitieren.

Das Herzzentrum

1972 
wurde schließlich die Versorgung von Kur- und Rehapatienten nicht mehr fortgeführt und statt dessen das medizinische Leistungsspektrum zur Akutversorgung von Herzpatienten konsequent ausgebaut.

  • So wird zum Beispiel 1978 der Funktionsbereich Elektrophysiologie ins Leben gerufen. Hier finden unter anderem Patienten mit schweren Herzrhythmusstörungen Heilung. 
  • Seit 1988 ergänzt eine leistungsstarke kardiochirurgische Abteilung das medizinische Behandlungsspektrum. Neben der kardiologischen Abteilung wird sie die zweite bettenführende Abteilung der Klinik.

Parallel zum Ausbau des Leistungsspektrums stiegen die Betten- und Patientenzahlen.

Im Jahre 1979 
wurden 3.000 Patienten stationär und 1.200 Patienten ambulant behandelt. Die Klinik verfügte über insgesamt 101 Betten, davon 9 Intensivbetten, die ausschließlich mit Akutpatienten belegt werden. 

1988 
Ende der achziger Jahre ist die Kerckhoff-Klinik ein Hochleistungszentrum von hohem nationalen und internationalen Renommee für die Versorgung von Menschen mit allen bekannten Herzkrankheiten. 


Das Rheumazentrum 

1999 erwirbt die Kerckhoff-Klinik gGmbH die in unmittelbarer Nachbarschaft gelegene "Rheumatologie, Physikalische Medizin und Balneologie", die bis dahin zum Klinikum der Justus-Liebig-Universität gehörte. 

Beide Krankenhäuser werden in eine gemeinsame Stiftung überführt, die den Namen "Stiftung William G. Kerckhoff Herz- und Rheumazentrum Bad Nauheim" trägt.

Die rheumatologische Abteilung wird zur dritten bettenführenden Abteilung der Kerckhoff-Klinik. 


Das Lungenzentrum

Im Januar 2008 wird das Versorgungsspektrum der Klinik ein weiteres Mal erweitert und um die Fachgebiete Pneumologie und Thoraxchirurgie ergänzt. Gemeinsam bilden sie das Lungenzentrum.


Das Gefäßzentrum

Das Spektrum der Klinik wird Ende 2014 mit der Übernahme des William Harvey Gefäßzentrum ein weiteres Mal ergänzt (Harvey Gefäßzentrum).

Die Abteilungen Angiologie und Gefäßchirurgie ergänzen die bestehenden Abteilungen und ermöglichen eine interdisziplinäre Versorgung von herz- und gefäßkranken Patienten.


Das Rehabilitationszentrum

Ende 2010 erweitert die Kerckhoff-Klinik ihr Spektrum ein weiteres Mal:

neben den aktutmedizinischen Abteilungen ergänzen jetzt eine Abt. f.Rehabilitationsmedizin sowie eine Abteilung f. Psychokardiologie das Spektrum der Klinik. Die Abteilungen sind im Rehabilitationszentrum der Kerckhoff-Klinik in unmittelbarer Nähe des Akuthauses untergebracht. Die Abt. f. Rehabilitation verfügt über 185 Betten im Bereich AHB und Rehabilitation

(Quelle: Website: William Kerckhoff Institut Bad Nauheim)